Mittwoch, 9. Januar 2008

FR, 09.01.2008, und PM Sarah Sorge, 07.01.2008

Unterstützung von den Grünen, wie heute in der Frankfurter Rundschau zu lesen ist:

Grüne kämpfen für Orientalistik
Bibliothek soll vorerst nicht nach Marburg
Die Landtagsfraktion der Grünen hat sich am Dienstag in die Debatte über den Umzug der Bibliothek des orientalistischen Seminars der Frankfurter Goethe-Universität nach Marburg eingeschaltet. Die Landtagsabgeordnete Sarah Sorge forderte das Präsidium der Hochschule und Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) auf, ihr Versprechen zu halten und die Bücher des Seminars bis 2010 in der Stadt zu belassen. Im Dezember war bekannt geworden, dass beide Universitäten und das Ministerium vereinbart haben, den Umzug doch schon in diesem Frühjahr durchzuführen.
"Corts hat den Studierenden versprochen, ihr Studium bis 2010 an ihrer Uni fortsetzen zu können und nicht nach Marburg wechseln zu müssen", sagte Sorge. Dazu gehöre eine gut ausgestattete und gut erreichbare Bibliothek. Die vorzeitige Verlegung erschwere das Studium maßgeblich. Das Wissenschaftsministerium hatte angesichts dieser Kritik auf das Semesterticket verwiesen, das Fahrten nach Marburg ermögliche. Zudem sei sichergestellt, dass für Orientalistik-Veranstaltungen in Frankfurt die nötige Literatur bereit stehe. big

Außerdem die Pressemitteilung von Sarah Sorge:

Sarah Sorge: Versprechen halten und Bücher der Orientalistik bis 2010 in Frankfurt zugänglich lassen
"Ich fordere das Präsidium der Frankfurter Universität auf, ihr Versprechen zu halten und die Bücher des orientalistischen Seminars bis 2010 in Frankfurt zugänglich zu lassen", so die Frankfurter Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und wissenschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, Sarah Sorge.
"Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) hatte den Frankfurter Orientalistikstudierenden versprochen, dass sie das Studium bis 2010 an ihrer Uni fortsetzen können und nicht an die Uni Marburg wechseln müssen. Dazu gehört aber auch eine gut ausgestattete und gut erreichbare Bibliothek. Die vorzeitige Verlegung der Bibliothek – von der es zwischenzeitlich von Seiten der Unileitung hieß, sie käme doch nicht – erschwert das Studium maßgeblich und ist ein Vertrauensbruch des Wissenschaftsministers und der Unileitung gegenüber den Studierenden", so Sarah Sorge.
An der Universität Marburg wird derzeit das Zentrum für Nah- und Mittelost-Studien aufgebaut und im Zuge dessen die Orientalistik an der Universität Frankfurt geschlossen. "Gerade weil diese Umstrukturierung viele Ängste ausgelöst hat, ist es umso dringlicher, dass sich alle Beteiligten an gemachte Versprechen halten".

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Das Wissenschaftsministerium hatte angesichts dieser Kritik auf das Semesterticket verwiesen, das Fahrten nach Marburg ermögliche. Zudem sei sichergestellt, dass für Orientalistik-Veranstaltungen in Frankfurt die nötige Literatur bereit stehe."

Schon wieder der Hinweis auf das Semesterticket -- kann bitte mal jemand den Herren Minister und Uni-Präsidenten erklären, dass nicht SIE diejenigen sind, die uns dieses Ticket ermöglichen?! Langsam hängt es mir zu Hals raus, dieses ewige "Ihr könnt doch nach Marburg fahren und eure Bücher da abholen!" HALLLO!?!?! 80km! Klar, wenn ich drei Personenschützer habe, kann ich vielleicht auch mal einen nach MR schicken, damit er dort mein Buch abholen kann. Oder mein Chauffeur bringt mich eben mal hin. *?§Ü&%*!

Serdar hat gesagt…

Ja und warum sollen die Frankfurter nach Marburg fahren? Wenn ihnen die Bücher wichtig sind, sollen die eben nach Frankfurt kommen.

Anonym hat gesagt…

"Ängste" ist ein ziemlich passendes Wort.

Nicht unbedingt die Umstrukturierung an sich hat Angst gemacht, aber die Art und Weise, der Umgang mit uns, die Vertrauensbrüche, die Hinterhältigkeiten.

Alle wissen, dass wir die Bücher, wenn sie erstmal aus der Dantestraße entfernt sind, auf lange Zeit nicht mehr - wenn überhaupt - sehen werden,
u.a. wegen dem Katalogisierungsprozess.

Dass man angesichts dieser Perspektivlosigkeit Angst haben und weitere Schikanen befürchten muss, ist völlig klar.